Gernröder Feuerwehrkameraden auf dem Harzgipfel

Bei  herrlichem Herbstwetter weilten die Kameraden mit ihren Partnerinnen/Partnern und Kindern am vorletzten Septemberwochenende auf dem Brocken. Im Rahmen der Förderung der Kameradschaft wurde uns dieser Tagesausflug in Gemeinsamkeit mit den Quedlinburger Kameraden ermöglicht.

Die Fahrt ging, zunächst mit einem Reisebus nach Wernigerode, und weiter mit der Harzer Schmalspurbahn zum höchsten Gipfel im Norden. Am Bahnhof Brocken angekommen führte der gemeinsame Weg zum 1142m anzeigenden Gipfelstein. Wie es sich für ein Team gehört wurden hier zahlreiche Erinnerungsfotos „geschossen“, wobei der Höhepunkt das Gruppenfoto der Teilnehmer war. Der Besuch des Brockenmuseums wurde ebenfalls ermöglicht. Dies war insbesondere für die jungen Teilnehmer im 30. Jahr des  Mauerfalls sehr interessant, denn viele konnten es sich nicht vorstellen was die Teilung Deutschlands einst bedeutete. Unter dem Motto „gemeinsam im Einsatz – gemeinsam Freude haben- Feuerwehrgemeinschaft fördern“ erfolgte der Aufenthalt bis zur Rückfahrt. Das Zusammensein wurde durch Fachsimpeln, aber auch viele angeregte lustige Gespräche miteinander bereichert. Dieser Tag hat sehr viel positives zur Zusammengehörigkeit beider Feuerwehren gebracht und man wird sich gern an diesen schönen Tag erinnern. Während die Kameraden in ihren Orten „Rund um die Uhr“ immer für den Fall eines Alarms einsatzbereit sind, konnten sie diesen Tag mit ihren Angehörigen und Freunden genießen.

Im Namen der Teilnehmer möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns diesen unvergesslichen Tag geschenkt haben. Sie haben hierdurch die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden gewürdigt und uns bestätigt, wie wichtig Feuerwehr in Quedlinburg und Gernrode ist. Man weiß, dass Feuerwehr kein Verein ist der um Siege und Erfolge kämpft, sondern das ihre Kameraden immer bereit sind sich einzusetzen um anderen in Not zu helfen und Sachwerte vor Verlust zu schützen.

Übrigens werden immer noch Menschen gesucht die sich mit Mut und Einsatzbereitschaft den Wehren anschließen. Ein Besuch bei den Dienstabenden kann ihr Interesse wecken.

H. Streich

Ortsfeuerwehr Gernrode

Vom Harz an die Ostsee

In diesem Jahr überraschten wir die Kinder und Jugendlichen unserer Jugendfeuerwehr Gernrode mit einem besonderen Erlebnis. Wir fuhren vom 08. – 14.07.2019 in das Jugendcamp Grömitz an der Ostsee.

Nach langer Planung starteten wir am 8.07.19 mit 15 Jugendlichen,  2 vollgepackten Transportern und jeder Menge guter Laune in Richtung Strand. Am Zeltplatz angekommen räumten wir unsere Zelte ein, erkundeten das Feriencamp und ließen den Abend bei Gesellschaftsspielen, sowie einem kleinen Volleyballturnier am Strand ausklingen.

In den ersten Tagen besichtigten wir den Ort Grömitz, die Strandpromenade sowie den nahe gelegenen Kletterpark. In den darauf folgenden Tagen waren wir im Freizeitpark  „Hansapark“  und besichtigten den Seenotretter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft in Kellenhusen. Wir trafen uns mit Jugendlichen anderer Jugendfeuerwehren, die ebenfalls dort im Camp waren. Es wurde nicht nur das Feuerwehr- und Allgemeinwissen mit einem Quiz überprüft sondern vielmehr soziale Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Eine Nachtwanderung über den Deich durfte natürlich nicht fehlen. Da nicht immer Wetter zum Baden in der Ostsee war, ließen wir uns im örtlichen Hallenbad nieder und besuchten den Hafen in Neustadt.

Den letzten Tag verbrachten wir sportlich mit Schwimmen und Tretbootfahren auf der Ostsee. Bei Stockbrot und Musik, ließen wir die Woche in der Abenddämmerung Revue passieren. Diese Woche hat allen Kindern und Betreuern sehr gut gefallen und wird noch sehr lange in unseren Erinnerungen bleiben.

Wir möchten uns hiermit bei allen bedanken, die uns diese Reise ermöglicht haben!

Vegetationsbrandausbildung

Auch wenn in diesem Jahr die Erntesaison und damit verbundene Brandrisiken fast vorüber sind stand das Thema Feld- und Flächenbrände auf unserem Dienstplan. Für eine Ausbildungsmaßnahme „Stoppelfeldbrand“ wurde uns von der Agrargenossenschaft Warnstedt eine geeignete Fläche zur Verfügung gestellt. Der Ortswehrleiter Peter Winter gab am Anfang der Übung einen kurzen theoretischen Abriss über die Lage und das zu erwartende Szenario. Eine realitätsnahe Heißausbildung  ist immer wieder etwas Besonderes.

Zunächst wurde nur eine kleine Fläche auf dem Stoppelfeld entzündet. Weil so alles unter Kontrolle war, konnten wir in aller Ruhe beobachten, wie sich das Feuer auf einem Stoppelfeld überhaupt ausbreitet. Wir konnten ebenfalls sehen, wie der Wind dem Feuer die Brandrichtung vorgibt. Die erste Löschübung war dann auch ohne Wasser, nur mit den Stiefeln ausgetreten oder mit der Feuerpatsche ließ sich das Feuer löschen. Das hat überraschend gut funktioniert und ging ohne große Vorbereitung.

Im zweiten Teil der Ausbildung wurden dann weitere Flächen entzündet und es kam dann auch Wasser zum Einsatz. Die Taktik ist, von außen nach innen zu löschen und so wenig wie möglich Wasser zu verbrauchen da es meist von weit her geschafft werden muss. Verschiedene Einsatzfahrzeuge boten hier auch verschiedenen Möglichkeiten eines Löschangriffs die alle ausprobiert wurden. Es hat sich im Laufe der Ausbildung gezeigt, dass Stoppelfeldbrände händelbar sind. Schnell eingreifen muss die Feuerwehr dagegen, wenn auf einem benachbarten Acker noch Getreide steht oder die Flammen auf einen Wald zulaufen.